Seit unserer letzten Analyse hat sich die Struktur von Nvidia grundlegend verändert. Durch den aktuellen Abverkauf wurde das damalige Dreiecksmuster hinfällig, wodurch die Zählung angepasst werden musste. Diese Anpassung hat jedoch einen neuen Einstiegsbereich ergeben, und mehr Korrekturpotenzial wurde somit freigeschaltet.
Der imminente Abverkauf und Strukturbruch legt uns nahe, hier von einem grösseren Korrekturmuster auszugehen. Denn auch wenn zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch ausgebaut wurde, sehen wir das als korrektiven Anstieg der Welle B an, worauf jetzt die Welle C folgte (siehe Zählung im Chart). Diese Welle C dient als letzter Abverkauf, der nicht nur die Korrektur vollenden sollte, sondern auch die Chance hat, uns in die übergeordnete Zielzone zu befördern. Ob diese angelaufen wird, ist zum einen abhängig vom Verhalten des aktuellen Verkaufsdrucks und zum anderen von der Reaktion, die auf die entscheidenden, morgigen Earnings von Google, Microsoft … etc. folgt.
Werden die Quartalszahlen positiv aufgenommen, könnte es das schon mit der Korrektur gewesen sein, und die Welle C wäre somit verkürzt ausgefallen. Dies würde bedeuten, dass sich der Trend alternativ schon frühzeitig fortsetzt und wir neue Allzeithochs schneller sehen als erwartet.
Korrektur hin oder her, wir werden unsere Nvidia-Position nicht verkaufen, denn dafür sehen wir aktuell keine Gründe. Sollten wir wirklich unseren ehemaligen Einstiegspreis anlaufen, würden wir uns nicht nur in unserer neuen Einstiegszielzone befinden, Nvidia hätte damit auch eine 25–35%ige Korrektur hingelegt, was wir als Nachkaufsmöglichkeit sehen. Die morgigen Earnings werden vermutlich über den weiteren Verlauf des Tech-Sektors, aber auch unseres Portfolios bestimmen, weswegen wir uns heute mit ersten Einstiegstranchen in attraktiven Titeln positionieren werden, um bei positiven Earnings nicht komplett auf der Seitenlinie zu stehen.